Sonntag, 8.10.2017, 19:00 Uhr:

David Orlowsky Trio

Paris - Odessa

Wer durch Paris flaniert, den wird es irgendwann auch ins Marais ziehen. Schließlich ist dieses zentral gelegene Viertel eines der pulsierenden Herzen von Paris. Im Marais gibt es noch das jüdische Leben, wie es vor allem ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu florieren begann.

Von hier aus beginnt das David Orlowsky Trio eine Klangreise, die viele Tausende Kilometer in Richtung Ukraine nach Odessa führt. Und auf der Strecke liegen mit Bukarest und Odessa zwei Städte, die beide unter anderem den Ehrentitel „Paris des Ostens“ tragen. Die rumänische Hauptstadt sowie die ukrainische Schwarzmeer-Perle waren bedeutende Vielvölker-Metropolen mit einer großen jüdischen Gemeinde.

Viele der jetzt komponierten Stücke tragen die DNA des Klezmers in sich und damit einer Musik, mit der sich das Trio schon lange verbunden fühlt. Dass man sich andererseits aber als musikalische Weltenbummler sieht, die vom jüdischen Klezmer-Sound über Jazz bis zur Klassik alles im Blut haben, hört man dem zwischen Paris und Odessa ausgebreiteten musikalischen Spektrum an. Zarte Musettewalzer klingen eher pariserisch, osteuropäische Melodien erinnern an Odessa. Dazwischen liegen der Balkan und Rumänien, aus denen viele Einflüsse des Trios kommen.

Mit dem David Orlowsky Trio lernt man so die unterschiedlichen Landschaften und Gegenden mit ihren charakteristischen Klängen kennen. In dem Stück „Moldawanka“ besucht man das gleichnamige jüdische Viertel in Odessa, das die Musiker als magischen Ort empfunden haben. Mit „Bucovina“ hat das Trio zuvor einen Landstrich besucht, der Rumänien mit der Ukraine verbindet. Und nach einer wilden Taxi-Fahrt durch Bukarest („Taxi Bucuresti“) besteigt man wieder den „Night Train to Odessa“.

Besetzung
David Orlowsky
Klarinette
Jens-Uwe Popp
Gitarre
Florian Dohrmann
Kontrabass

Eintritt: 
24 € / 20 €
Abendkasse 26 € / 22 €

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